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In einem Stück - ohne Naht

Geht es Euch auch so? Da strickt man sich einen Pullover. Man zieht ihn auch an. Und irgendwann gefällt er einem nicht mehr oder er passt nicht zu 100 %. Und ehe er im Schrank den Platz verschwendet ziehe ich alles auf.

Dieses Mal war es ein Pullover aus der Sorte Serino von Online. Das Garn strickt sich wunderbar. Es trägt sich einzigartig am Körper. Aber irgendwie war der Pullover mit Rundpasse im oberen Teil missraten. Also werden aus dem Stück wieder Knäule gewickelt.



Das Garn ist ein Mix aus 56% Baumwolle 24% Polyacryl 17% Leinen 3% Polyamid. Es hat eine Lauflänge von 85 Meter bei 50 g. Ich stricke mit einer Rundstricknadel in der Stärke 5. Der gesamte Pullover soll aus nur einem Teil bestehen. Ich fertige eine Maschenprobe an, messe meinen Bauchumfang und berechne die Anzahl der benötigten Maschen. 

Sodann schlage ich 184 Maschen an, schließe sofort zur Runde und arbeite 5 Runden kraus rechts, damit sich der Rand später nicht wölbt. Im Anschluss folgen nur rechts gestrickte Runden.



Nach 36 cm Höhe nehme ich für einen Armausschnitt 16 Maschen ab, stricke 76 Maschen rechts, nehme für den anderen Armausschnitt wieder 16 Maschen ab und stricke die restlichen 76 Maschen rechts.

In der Folgerunde nehme ich an den Armstellen jeweils 36 Maschen wieder auf. Insgesamt befinden sich danach 224 Maschen auf der Rundstricknadel.

Es folgen 5 Reihen, die kraus rechts gestrickt werden, damit die Ärmel sich nicht wölben. Man kann auch ein kleines Lochmuster einarbeiten.


Von nun an werden Maschen abgenommen. Wer breite Schultern hat muss nicht so viele Maschen abnehmen wie diejenigen mit schmalen Schultern.

 

Ich empfehle zu berechnen, wie viele Maschen am oberen Rand noch auf der Nadel verbleiben sollten. Bei mir sind dies 110. Diese Maschenzahl subtrahiert man von der Anzahl der aktuell auf der Nadel befindlichen Maschen (224-110=114) und dividiert das Ergebnis durch 3 (114:3 =38).

Es werden nun drei Mal 7 Reihen glatt rechts und 5 Reihen kraus (oder ein Lochmuster) gestrickt. Immer in der zweiten der glatt rechts gestrickten Reihen werden gleichmäßig verteilt die berechneten Anzahl Maschen (bei mir 38) jeweils zwei Maschen zusammengestrickt.

 

Zuletzt kettet man die verbliebenen Maschen rechts gestrickt ab. Nach dem Vernähen der Fäden kann man den Pulli waschen, trocknen und anziehen.



Vom Rest des Garns strickte ich noch im gleichen Muster wie beim Pulli eine knappe Sommermütze. So ist man am Kopf gut gegen die intensive Sonneneinstrahlung geschützt. Es sieht absolut pfiffig aus.

 

Viel Freude beim Nacharbeiten wünsche ich!



zuletzt geändert am 12.04.2017


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