· 

Mein erster Bobbel

Bei einem Besuch meines heimatlichen Handarbeitsladens entdeckte ich einen Bobbel. Ich verliebte mich sofort! Es war Springwolle. Kennt Ihr so etwas? Das Garn springt einen förmlich an und ruft: "Nimm mich mit!". Also Geldbörse raus und er gehörte mir. :-)


Ich begann, ein Zackenkleid zu stricken. Das Garn war so angenehm in der Hand!

Bald empfand ich das Garn für ein Kleid als zu dünn. Und der Bobbel hätte wohl nicht gereicht. Das war das kleinere Übel. Man hätte ja auch einen Bobbel nachkaufen können. Ganz schnell war ich dabei, alles aufzuribbeln.


In einer Zeitschrift entdeckte ich ein Tuch, welches mir für den Farbverlauf geeignet schien.

Es wuchs und wuchs. Es entstand ein interessantes Gebilde.


In nullkommanichts war es fertig. Naja, die Umrandung ist nicht gut geraten. Das hätte man noch einmal erneuern müssen. Was mich viel mehr ärgerte: Um den Hals gelegt sah es einfach nicht attraktiv aus. Das Garn war zu weich dafür. Also wurde alles wieder aufgeribbelt.


Frei Schnauze, also ohne irgendeine Anleitung, entstand nun ein Schal. Immer, wenn der Farbton sich änderte, strickte ich ein anderes Muster!

Er stellt mich rundum zufrieden. Man kann ihn in vielen Varianten umbinden. Er trägt sich so angenehm! Die kalte Jahreszeit kann kommen!



zuletzt geändert am 22.11.2017


Kommentar schreiben

Kommentare: 0