· 

CraSy will Doppelseitigkeit


Handarbeitswütige, die sich gleichzeitig gern im World Wide Web umschauen, landen eventuell - so wie ich - in der Facebook-Gruppe CraSy Wolloholiker. Was dort für interessante Arbeiten und Techniken gezeigt werden! Die Unterhaltung ist geprägt von gegenseitiger Achtung! Ich fühlte mich sofort wohl. Die Mitglieder wohnen in ganz Deutschland oder in der Schweiz oder in Österreich. CraSy alias Sylvie Rasch ist die Chefin der Gruppe.

 

Ich gehörte erst wenige Tage zur Gruppe. Da fragte Sylvie, wer von den Berliner Mitgliedern gern an einem Projekt mitwirken würde. Man muss nur Stäbchen und Luftmaschen häkeln können. Alles andere ergibt sich von selbst. Zwar bin ich keine Berlinerin. Aber wer mehr als 15 Jahre täglich nach Berlin zur Arbeit gefahren ist, für den ist ein Ausflug nach Berlin kein Problem. Und warum sollte man nicht mal etwas Neues probieren? Also bekundete ich Interesse.

 

Aufgeregt war ich schon, als ich hinfuhr. Einige Häkelbegeisterte trafen sich. Alle waren jünger als ich!


Es war eine gemütliche Runde, in der jeder nach gleichem Prinzip, aber alle ein anderes Muster produzierten. Es wurde gehäkelt, aufgezogen, neu gehäkelt, Fehler gesucht, aufgezogen, neu gehäkelt... Nachdem jeder verstanden hatte, wie man ein Muster häkelt, das auf jeder Seite anders aussieht, plauderten wir noch ein wenig. Dann ging es nach Hause, um das Projekt dort zu beenden.

Ich selbst sollte einen Schal zaubern - äh häkeln.


Es folgte Fleißarbeit, die angenehm zu arbeiten war. Immer wieder wurden Zwischenergebnisse im Messenger gezeigt und von der Gruppe gewürdigt.

 

Nach einigem Fortschritt sagte mein Mann unaufgefordert: Das sieht aber gut aus!



Als ich unserer Projektleiterin mitteilte, dass ich gern noch ein anderes Muster ausprobieren würde, schickte sie mir spontan Bändchengarn und die Häkelbeschreibung. Das Arbeitsstück war bereits angearbeitet.

 

Alles war etwas knifflig. Aber das ist es ja gerade, was Spaß macht!


Das gewünschte Rechteck wurde zum Schluss noch umhäkelt. Dann machte ich mich auf den Weg nach Berlin, um meine Arbeitsstücke abzuliefern. Sylvie will aus dem Rechteck eine Tasche herstellen.

 

Ich bin gespannt, wie alles aussehen wird. Ach ja: Wozu dienen die Projektergebnisse?


Sylvie hat ein Buch aufgelegt, in dem unsere Arbeiten gezeigt werden. Darin erfahrt Ihr auch, wie man die Muster häkelt. Es ist im Handel verfügbar. Lasst Euch überraschen!

 


Weil es so interessant war, habe ich mit verschiedenen Garnen verschiedene Muster angehäkelt. Daraus kann bestimmt noch was werden! Stimmt's?



Zuletzt geändert am 16.11.2017


Kommentar schreiben

Kommentare: 0