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So kommt der Advent 2018

Heute ist der Erste, das Fest ist noch weit –

ich mach´s mir gemütlich, ich hab´ ja noch Zeit.
An den Uckermärkischen Bühnen besuche ich den Martinsmarkt. 
Hoffentlich bekomme ich dort bei den vielen Besuchern keinen Infarkt!


Am Zweiten ist der erste Advent.
Die vielen Lichter sind in der Wohnung bereits präsent!
Wir lassen uns den Stollen schmecken

und überlegen, was wir so aushecken.


Am Dritten habe ich noch keine Geschenke.
Das gab es bei mir noch nie – so lange ich denke!


Uns ärgern am Vierten die Wetterkapriolen.
Wie soll ich da Geschenke holen?


Am Fünften habe ich einen HNO-Arzttermin,
den kann ich beim besten Willen nicht verschieb’n.
Also wieder keine Zeit, um Geschenke zu kaufen!
Vielleicht schaffe ich es noch, in meinen Stammsupermarkt zu laufen!


Am Sechsten stehen bei uns keine Stiefel gewienert und blank vor der Tür,
wir verwenden saubere Strümpfe dafür.
Was lege ich da bloß rein?
Es soll ja nicht so üppig sein!


Zum WinterMärchenMarkt geh´ ich am Siebenten und trinke viel Glühwein.
Das bringt mir am Samstag, den
Achten, sicher einige Stunden im Bett ein.


Am Neunten ist schon der zweite Advent,
fast hätte ich den Geburtstag meines Mannes verpennt!
Der Einkaufssonntag wird negiert,
lieber wird als Geburtstagstraditionsessen Rinderzunge in Scheiben paniert.
Überall in der Wohnung brennen Kerzen
und mir geht´s bestimmt schlecht von den vielen Lebkuchenherzen.


Am Zehnten werde ich etwas entspannen,
gehe einfach nur bummeln und halte Ausschau nach Tannen.


Am Elften müsste ich im Odercenter endlich Geschenke finden,
der Vorsatz ist gut, ich kann ihn bestimmt nur im Punsch ertrinken.


Entenessen mit Freunden habe ich am Zwölften im google-Kalender gesehen,
ich freue mich schon, da muss ich unbedingt hingehen.


Am Dreizehnten muss ich stricken,
denn wenn wir im Internet auf den Plan des CraSy Mystery Knitalong blicken
geht es mit der Anleitung zum Schulterwärmer gleich weiter.
Ach ist das heiter,
wenn viele Menschen gleichzeitig sich an einem Stück probieren
und dabei wunderbare Geschenke produzieren!


Endlich Wochenende! Nun muss es sein: also am Vierzehnten nach Berlin in‘s erste Kaufhaus rein.
Ich werde nicht glauben, was ich dort seh´,
mich treten die Massen – autsch – auf den Zeh.
Menschen über Menschen, alle jammern, sie hätten keine Knete –
ich werd´ schier verrückt – muss raus, oder verblöde!


Am Fünfzehnten treffen sich die PCK-Senioren beim bunten Weihnachtsteller
das ist sehr schön und kostet sie keinen Heller.


Nun ist schon der Sechzehnte. Was – schon der dritte Advent?
Langsam wird es Zeit für den gemütlichen Moment.
Kerzen leuchten, Zettel und Stift liegen bereit.
Für eine lange Liste noch zu erledigender Dinge nehme ich mir Zeit.


Bestelle ich am Siebzehnten über Internet? – ich bin am Ende -
oder warte ich weiter auf die große Wende?


Am Achzehnten werde ich Plätzchen backen,
die Kinder wird es freuen und ich kann einen Punkt auf meiner Liste abhaken.


Am Neunzehnten fahre ich zum Wochenmarkt.
Dort hat mein Lieblingsgeflügelhändler geparkt.
Abholen werde ich die bestellten Gänsekeulen.
Hoffentlich bekomme ich in der langen Warteschlange keine Frostbeulen.


Zum Fest will ich schön sein, das sage ich Euch
- also Kosmetik, Pediküre und all so´n Zeuch.
Dies steht am
Zwanzigsten auf meinem Plan
und wehe dem, da rüttelt einer dran!


Am Einundzwanzigsten schmücke ich den Baum und kaufe ein.
Dabei helfen wird mir - wie immer - mein Hein.
Die Geschäfte sind bestimmt menschenübervoll und die Regale fast leer,
da laufe ich sicher viel umher.
Seit September gab es schon zu kaufen die Printen
nun kann ich nirgends mehr welche finden.


Am Zweiundzwanzigsten bringen DHL, Hermes und DPD die letzten Geschenke.
Zum Verpacken brauche ich Ideen, Papier, Band und meine Fingergelenke.


Am Dreiundzwanzigsten kommt unser Töchterchen angeflogen-
Sohnemann wird sie von Tegel abholen.


Am Vierundzwanzigsten ist es dann soweit.
Schön wär’s, wenn es an diesem Tag schneit!.
Die komplette Familie ist zu Besuch.
Soll ich wagen einen Versuch:
Wir gehen alle zum Schlittschuhlaufen
und Glühweintrinken – ohne uns komplett zu besaufen?
Danach gibt es Weihnachten in Familie ohne Stress:
wir genießen Gemütlichkeit, Geschenke und „Thank God It’s christmas“.



zuletzt bearbeitet am 29.11.2018


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Kommentare: 3
  • #1

    Hannelore (Sonntag, 02 Dezember 2018 14:03)

    Super gemacht

  • #2

    Martha (Sonntag, 02 Dezember 2018 18:34)

    du weißt die Tage nützlich zu verbringen, ungeahnte Talente

  • #3

    Bärbel (Sonntag, 02 Dezember 2018 19:24)

    Das sind ja ungeahnte Talente, chapeau, kann ich mich reinversetzen. Schöne Adventszeit