Was bestimmte im wesentlichen mein Leben?

1949 wurde ich als einziges Kind einer Buchhalterin und eines Musikers geboren.

 

Von ihnen erbte ich die akribische Genauigkeit beim Arbeiten, den Ehrgeiz, begonnene Arbeiten zum Erfolg zu führen, die Liebe zur Musik, den Drang, niemals untätig zu sein, die Fähigkeit, mich um das Wohl anderer zu kümmern und leider auch eine Hörbeeinträchtigung. Sie zeigte sich schon in den Jugendjahren.



Im frühen Schulalter erkrankte ich an Tuberkulose. Was für ein Drama! Die Fürsorge meiner Eltern und der Mitarbeiter der TBC-Fürsorgestelle war riesengroß. Die Aussage "Du wirst wohl mal nie richtig arbeiten können!" prägte mich maßgeblich. Mein Inneres sagte mir, dass ich zeigen muss, was ich kann.  

 

Während des Heilprozesses musste ich viel liegen. Dabei legte ich Patiencen und begann mit Handarbeiten.



Als die Tuberkulose erneut ausbrach, verbrachte ich mehr als 4 Jahre in der Tuberkuloseheilstätte Sülzhayn. Dort konnte ich trotz Krankheit vormittags zur Schule gehen und mein Abi ablegen. Während der Liegekuren mittags, nachmittags und abends nähte ich für mich und andere Patienten mit der Hand :-) Minikleider und einige Faschingskostüme. Wahnsinn, wenn ich daran zurückdenke.

Ein Teil meiner Lunge musste entfernt werden. Dabei lernte ich Hein kennen, der auch operiert wurde.



Während meines Mathematikstudiums heirateten Hein und ich. Unser Töchterlein wurde geboren.

Arbeit fand ich 19 Jahre lang im Forschungsbereich im VEB PCK Schwedt als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Unser Sohn wurde geboren. Es war kein Problem, Beruf und Familie zu bewältigen.

 

Nebenbei nähte, stickte und strickte ich. Andere schulte ich im Zuschneiden. In der Schule leitete ich einen Handarbeitszirkel. Ich lernte, mit der Strickmaschine zu arbeiten.



Nach der Wandlung des PCK vom VEB zur AG bzw. GmbH war die Forschung in Schwedt nicht mehr gewünscht. Ich wechselte zu einem Bildungsträger und bildete dort Datenverarbeitungskaufleute in allen Informatikerfordernissen aus. Später erteilte ich bei meinem langjährigen Arbeitgeber in Berlin Programmierunterricht bei zukünftigen Fachinformatikern und programmierte selbst Software für die Unternehmensprozesse. Bei der IHK war ich als Prüfer tätig. Zeit für Handarbeiten hatte ich nun nicht mehr. Dennoch stellte mich die Tätigkeit überwiegend zufrieden.



Als Seniorin nehme ich mir nun die Dinge vor, für die ich während des Arbeitslebens keine Zeit  hatte. Ich stricke oder häkle, verreise, treffe mich mit Freunden.

 

Mein Arbeitsleben drehte sich immer um den Computer. Als Rentnerin meinte ich, den Computer weitgehend meiden zu wollen. Das funktioniert jedoch nicht. Ich kann das Programmieren und das Arbeiten am PC nicht lassen! Dazu nutze ich viele Gelegenheiten. So entstand auch dieser Webauftritt.

 

Viel Vergnügen beim Stöbern wünsche ich Dir!!



zuletzt geändert am 11.04.2017


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